Sternsinger von Heilig Geist im Kanzleramt

Vier Sternsinger aus der katholischen Pfarrgemeinde Heilig Geist in Günzburg waren eingeladen die Diözese Augsburg beim Empfang im Kanzleramt zu vertreten

       

„Aufregend!“ – „Eine große Ehre“ –„Mein bestes Sternsinger-Erlebnis überhaupt“

Das waren die spontanen Kommentare der Sternsinger aus Heilig Geist, die dieses Jahr die Diözese Augsburg in Berlin beim Empfang im Kanzleramt vertreten durften.

 

Vorfreude und Herzklopfen begleiteten Anna Fock, Julian Lohr, Johannes Münch und Johannes Mader  seit dem zweiten  Adventswochenende, als sie erfuhren, dass sie beim  Neujahrsempfang  der Sternsinger in Berlin die Diözese  Augsburg vertreten dürfen. 

 

Nachdem sie zum Jahresbeginn schon an drei Tagen ihre Runden in der Pfarrei Heilig Geist gedreht und dort die Segenswünsche  in viele Wohnungen und Häuser gebracht hatten, brachen die vier zusammen mit der Pfarrhelferin Regina Fuchs am Dreikönigstag zu ihrer Reise in die Hauptstadt auf. Nach einer langen, aber sehr kurzweiligen Zugfahrt trafen sie sich am frühen Abend mit den über 100 anderen „Königen“ aus den restlichen 26 Diözesen Deutschlands in der gemeinsamen Unterkunft nicht nur zum Erfahrungsaustausch und gemeinsamen Abendessen, sondern vor allem zur Probe für ihren großen Auftritt. Der Transfer zum Bundeskanzleramt in Bussen der Bundeswehr am kommenden Morgen, das Passieren der  Sicherheitskontrollen und die Vielzahl der Kameras und  Mikrofone war für die große Schar der Heiligen Könige aus ganz Deutschland  ein Erlebnis für sich. 

Kanzleramtsminister Peter Altmaier, der selbst viele Jahre als Sternsinger unterwegs war, würdigte das Engagement der Jugendlichen und unterstrich, wie wichtig es ist, ein Zeichen zu setzen für die Unterstützung der Armen in der Welt. 

Der Höhepunkt der Reise war jedoch, dass es sich die Kanzlerin Angela Merkel  trotz einer Sportverletzung nicht nehmen ließ, beim Empfang dabei zu sein und den Einsatz der Jugendlichen mit den Worten lobte:  Ihr bringt Segen und seid ein Segen für die Welt“.  Die ganze Rede der Kanzlerin kam von Herzen und es war ihr deutlich anzumerken, wie wichtig ihr dieser Termin und die damit  verbundenen  Segenswünsche  der Sternsinger sind.

 

„Berlin ist eine Reise wert!“  unter diesem Motto stand dann der Nachmittag für die Kinder aus Heilig Geist. Bei strahlendem Sonnenschein erkundeten sie all die Sehenswürdigkeiten der Stadt, das Brandenburger Tor,  die Reste der Mauer und vieles mehr. Der Besuchstermin des Fernsehturms bei Sonnenuntergang  hätte besser nicht inszeniert werden können.  


 

Gibt es einen schöneren Lohn für einen Einsatz zum Wohle bedürftiger Kinder?

à Zwei zusätzliche Ferientage, eine  eigens für dieses Ereignis verschobene Schulaufgabe im Gymnasium  und vor allem die  große Ehre des Empfangs im Kanzleramt  und die damit verbundenen Erlebnisse,

die die Jugendlichen ihr ganzes Leben nicht vergessen werden.  

 

                      Besser als mit dem Zitat von Johannes lassen sich die Eindrücke wohl nicht zusammenfassen:

 

                             „So eine tolle Fahrt mache ich jederzeit wieder mit.“     



                              



                                Claudia Jahn