Paulus- ein umjubeltes Konzert des heilig geist ensembles im Mai

Unter der Schirmherrschaft von Landrat Hubert Hafner brachte das heilig geist ensemble im Rahmen des „Musikalischen Frühlings im Schwäbischen Barockwinkel“ das Oratorium Paulus zur Aufführung.  

 

Das dramatische und emotionale Oratorium „Paulus“ op. 36, von Felix Mendelssohn Bartholdy, beschreibt in seinen zwei Teilen den Werdegang des Apostels vom Saulus zum Paulus. Im ersten Teil werden stark sein massives Engagement bei der Verfolgung der Christen und auch seine Anwesenheit beim Märtyrertod des Stephanus durch Steinigung geschildert, aber auch seine Bekehrung durch die Erscheinung Christi auf der Reise nach Damaskus. Der zweite Teil erzählt von seiner Arbeit als Missionar und die dadurch verbundenen Gefahren. Mendelssohn Bartholdy machte aus dem Weg des Paulus zu seinem Martyrium kein Trauerspiel sondern ein Fest des gläubigen Optimismus.

 

Helmut Kircher schreibt dazu in der Günzburger Zeitung:

 

„... mit aller Freudigkeit zu reden Dein Wort“. Schon im ersten Chorsatz steht dieses Thema fortissimo im Zentrum der Aussage. Wolfram Seitz am Pult ließ den Chor seine volle Stimmpracht entfalten, von der Pauke üppig unterstützt. Überhaupt ist der Chor die tragende Säule des Gesamtklangkörpers, von dem wahrlich die allerletzten Kraftreserven verlangt werden. Und die das heilig geist ensemble auch zu leisten imstande war. Mit Fortewogen über polyfone Abgründe von Fugen und Mehrstimmigkeit hinwegsetzend.... Vier auf Hochstimmung eingestellte Gesangssolisten griffen die Kontrast- und Spannungsdramaturgie, die der Dirigent durchgehend auf Hochglanz hielt, kunstreich auf.“

 

Langanhaltender stehender Applaus – damit würdigte das begeisterte Publikum diese grandiose Aufführung in Heilig Geist.    

Claudia Jahn