Friedensweg der Religionen am 8. März 2015

Einen überwältigenden Zuspruch hat der Aufruf zum Friedensweg der Religionen gefunden

 

Ein Zeichen setzen

für ein friedliches Miteinander,

das war der Wunsch der Organisatoren -
und dieses Zeichen wurde am 8. März in  beeindruckende Weise von einer Vielzahl von Menschen gesetzt. 


 




Nach den Schreckensmeldungen in den letzten Wochen und Monaten und auch der allgemeinen  Verunsicherung  im Umgang miteinander sollte mit dem Friedensweg ein Zeichen gesetzt werden.

Die Menschen verbindet nicht nur ihre gemeinsame Heimatstadt Günzburg, sondern vor allem grundsätzliche ideelle Werte.

Der Wunsch nach Frieden, sowie der respektvolle und verständnisvolle Umgang mit dem Nächsten sind die großen Eckpfeiler, die die Menschen neben ihrem Glauben an Gott vereint.




Die Betroffenheit, die die jüngsten Vorkommnisse auf allen Seiten ausgelöst haben, kann der Anfang einer neuen Verbundenheit sein. Mit diesem Friedensweg sollte der erste Schritt getan werden in eine Kooperation, die über die Gotteshäuser hinaus in das tägliche Leben getragen werden  und  Verständnis füreinander erwecken soll. Eine Kooperation, die Vorbild ist und eine Basis schafft für eine glückliche und friedliche gemeinsame Zukunft der nächsten Generationen.    


     



Ein Zeichen für die Gemeinsamkeit im Glauben wurde vor über 40 Jahren schon in der Heilig Geist Kirche gesetzt, als Professor Nagel, der mit der künstlerischen Gestaltung der Kirche beauftragt war,  seine ägyptische Mitarbeiterin bat, die 189. Sure aus dem Koran unter eines der Schöpfungsbilder in der Kirche zu schreiben:


Allah yerin ve göðün yaratýcýsýdýr“ -  „Gott ist der Schöpfer des Himmels und der Erde“




Sternförmig zogen die Gläubigen am Sonntagnachmittag von ihren jeweiligen Gotteshäusern bzw. den Treffpunkten zum Marktplatz, wo sie gemeinsam mit den geistlichen Herren der verschiedenen Religionsgemeinschaften für Frieden beteten. Es war ein überwältigender Anblick, wie sich der Marktplatz innerhalb kurzer Zeit mit Menschen aus allen Himmelsrichtungen füllte, die ein Zeichen für den Frieden setzen wollten!           



„Als Schwestern und Brüder in Abraham, dem gemeinsamen Vater der Religionen Judentum, Christentum und Islam,  wollen wir in Frieden miteinander in die Zukunft gehen“  - mit diesem Satz fand Pfarrer Däubler großen Applaus bei den  Anwesenden. Emin Ülker, der Vorbeter der islamischen Gemeinde DITIP in Günzburg, Pfarrer Christoph Wasserrab von St. Martin und Pfarrer Heribert Singer von St. Sixtus in Reisensburg sprachen Gebete für den Frieden.  Imam Durmus Celik vom Bildungs- und Kulturverein Günzburg hob hervor, dass Gebote der Liebe, des Friedens und der Aussöhnung zu den Kernaussagen  des Islam gehören und auch so gelebt werden sollen. Pfarrer Alexander Bauer von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde  erläuterte anhand eines Gleichnisses, dass die Stimme eines Einzelnen wenig Beachtung findet, wenn aber viele Einzelne ihre Stimme erheben, diese sehr wohl Gehör finden werden.      
Erfüllt von den überwältigenden Eindrücken der Veranstaltung ließen die Teilnehmer am Ende der Veranstaltung ihre bunten Luftballone in den strahlend blauen Himmel steigen. 


      



Eine Vielzahl von Helfern trugen dazu bei, dass dieses Zeichen beim Friedensweg gesetzt werden konnte



     

      

 

                   


























 


                                           



Claudia Jahn