Ökumenischer Gottesdienst in der Frauenkirche

 

Lebendige Ökumene in Günzburg

                        Ökumenischer Gottesdienst am 10.6.2018 in der Frauenkirche

                                   Jesus Christus spricht: „Ich bin die Tür“

 

Nach einer intensiven Vorbereitung durch ein Laienteam aus den katholischen Pfarreien St. Martin und Hl. Geist, sowie der evangelischen Kirchengemeinde unter Leitung von Frau Susanne Herold und in Absprache mit den beiden Zelebranten, dem katholischen Pfarrer Christoph Wasserrab und dem evangelischen Pfarrer Friedrich Martin, begann der ökumenische Gottesdienst vor der Frauenkirche. Jeder teilnehmenden Person wurde ein Liedzettel ausgehändigt mit dem Thema „Jesus Christus spricht: Ich bin die Tür“ und einem Foto der großen Eingangstür der Kirche. Sie sollten bewusst durch diese Tür gehen.

Im Innern der Kirche wurden die Gottesdienstbesucher durch Musik (Kanon von Pachelbel gespielt von Cello und Geige) zur Meditation über die Symbolik von Türen angeregt: Türen im eigenen Leben; Türen, die ein Christ für seine Mitmenschen öffnen kann oder sollte; das Öffnen der Tür für die Ökumene. Nach dem Einzug der beiden Geistlichen durch die Tür begann der Gottesdienst zunächst in der liturgisch gewohnten Form. Nur der kräftige Gesang der etwa 200 Besucher, die Anwesenheit am Altar von Pfarrer Martin und die von Mitgliedern des Teams vorgetragenen Gebete deuteten an, dass es anders werden würde als in der normalen Messe am Sonntagabend in der Frauenkirche. Die Predigt, in der dieses Mal nicht nur der Pfarrer das Bibelwort des Johannesevangeliums Kapitel 10, Verse 1 bis 10 auslegte, sondern Michael Herold und Annette Strehle als Laienvertreter / -in der beiden Kirchen Beispiele aus ihrem persönlichen Leben erzählten, wie sie zu wichtigen Türen für andere geworden sind, setzte den Schlusspunkt des sonst üblichen Gottesdienstes.

Es folgte ein Segnungsteil, bei welchem die Gottesdienstbesucher aufstehen und zu sechs verschiedenen Stationen gehen konnten. Dort hatten sie die Möglichkeit - im übertragenen Sinn - verschiedene Türen für sich und auch für andere zu öffnen wie beispielsweise eine Kerze anzuzünden, einen Zettel mit einem Gebetsanliegen zu schreiben und an eine Pinnwand zu heften oder auch sich neue Kraft durch eine persönliche Fürbitte oder eine Einzelsegnung schenken zu lassen. Untermalt wurden die Aktionen durch Orgel- und Violinmusik.

Nach den Fürbitten und dem Segen sang zum zweiten Mal ein kleiner Mädchenchor des Maria-Ward-Gymnasiums Günzburg ein Lied in französischer Sprache aus dem Film „les choristes“, das ebenfalls die Tür und den Weg zum Inhalt hatte.

Am Ende dieses sehr gelungenen Gottesdienstes versprachen die beiden Pfarrer, die Tür der Ökumene in Günzburg zusammen mit den Pfarreien und Gemeinden weiter zu öffnen und diesen gemeinsamen Weg auch im nächsten Jahr fortzuführen.

Nach dem Gottesdienst stand die Tür zum Foyer des Maria-Ward-Gymnasiums offen und der Abend endete mit angeregten Gesprächen bei Gebäck und Getränken.

 Marlies Fock


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